
Tamra Jal: Warum man Wasser über Nacht in Kupfer stellt
In vielen indischen Haushalten steht abends ein Gefäß aus Kupfer auf dem Tisch. Es wird mit Wasser gefüllt, bleibt über Nacht stehen, und am Morgen trinkt man daraus. Die ayurvedische Lehre nennt dieses Wasser Tamra Jal, wörtlich „Kupferwasser“.
Ein Ritual, keine Wunderkur
Tamra Jal ist eine jahrhundertealte Gewohnheit, kein Heilmittel. Viele mögen daran vor allem den festen Ablauf: abends füllen, morgens das erste Glas. Und dass das Wasser dabei nur Kupfer berührt, keinen Kunststoff.
Gerade dieser feste Ablauf macht es leicht, dabeizubleiben. Die Flasche steht am Abend schon bereit, und der Tag beginnt mit einem Glas Wasser statt mit dem Handy.
So machen Sie es zu Hause
- Abends mit stillem, kaltem Leitungs- oder Filterwasser füllen.
- Über Nacht stehen lassen, 6 bis 8 Stunden, nicht länger als 12.
- Morgens trinken.
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Worauf Sie bei der Flasche achten
Viele günstige „Kupferflaschen“ sind verkupferter Stahl oder innen beschichtet. Dann berührt Ihr Wasser gar kein Kupfer. Prüfen Sie es mit einem Magneten: Echtes Kupfer ist nicht magnetisch. Bleibt der Magnet hängen, steckt Stahl darunter.
Schauen Sie außerdem in die Öffnung. Innen sollten Sie blankes Kupfer sehen, keinen Lack und keine silbrige Schicht.
Die Patina gehört dazu
Kupfer verändert mit der Zeit seine Farbe und wird dunkler. Das ist kein Mangel, sondern das Zeichen von echtem Kupfer. Wer den ursprünglichen Glanz zurück möchte, poliert die Außenseite mit etwas Zitrone und Salz und spült danach gut nach. Gespült wird die Flasche von Hand, nicht in der Spülmaschine.


